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Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)

In diesem Jahr
Willy Giefer verstorben

Nur wenige Wochen nach seinem 89. Geburtstag verstarb am 4. Februar 2020 der Brühler Komponist Willy Giefer (Bild). Am 29. Dezember 1930 in Koblenz geboren, absolvierte Giefer zunächst ein Kirchenmusikstudium in Koblenz, Neuwied und Köln. Anschließend besuchte er in Darmstadt Kurse für neue Musik bei Ernst Krenek und Karlheinz Stockhausen und absolvierte Kompositionsstudien an der Musikhochschule Köln. Von 1951 bis 1967 war er dann als Kirchenmusiker in Brühl, Hilden und Düsseldorf tätig, bevor er Dozent an der Musikschule Bonn wurde.
In Brühl war er zudem lange Jahre als musikalischer Leiter der Brühler Chorvereinigung tätig. Seit 1967 war Giefer zudem als freischaffender Komponist aktiv. So komponierte er auch für das Brühler Blockflötenensemble Coro Monte Zavelli, damals noch unter der Leitung der Gründerin des Ensembles, Hildegard Zavelberg, zwei Werke, die in Brühl uraufgeführt wurden. Seine Kompositionen später weltweit gesendet

Vor 700 Jahren
Brühl als Pfandobjekt
Am 11. Februar 1320 wurde die noch junge Stadt Brühl nach einer über viermonatigen Belagerung verpfändet. Solche Pfandgaben ganzer Städte waren zur damaligen Zeit etwas ganz und gar Übliches: die mehr oder weniger erlauchte Fürstlichkeit setzte ihre Besitztümer – und dazu zählte eben eine Stadt genauso wie sonstiges Vermögen – stets so ein, wie es der momentanen Lage am dienlichsten war. Mit der Verpfändung Brühls endeten 1320 die Streitigkeiten zwischen Erzbischof Heinrich II. von Virneburg und der Stadt Köln. Als Pfandverwalter wurde Graf Johann von Sponheim eingesetzt, der auf der Burg eine ständige Besatzung von 20 Fußsoldaten hielt, um etwaige Streitigkeiten bereits im Keime zu ersticken. Auch dienten diese dem Schutz der Brühler Bevölkerung. Doch das wiederum kostete 1.000 Mark, die jährlich in ungemünztem Silber zu entrichten waren.

Vor 260 Jahren
Casanova in Brühl
Die Zeit der Fastnacht war gerade vergangen, als am 28. Februar 1760, acht Tage nach Aschermittwoch, ein denkwürdiger Gast in unserer Schlossstadt weilte: bis heute als größter Charmeur seiner Zeit in Erinnerung geblieben, war Jakob Casanova de Seingalt für kurze Zeit in Brühl zu Gast. Auf Schloss Falkenlust gab er geladenen Gästen ein Frühstück und, wie er in seinen Erinnerungen schreibt, bewirtet er sie dortselbst trotz der eigentlich herrschenden Fastenzeit „wie ein kaiserlicher Prinz“.

Vor 240 Jahren
Tod von Johann Georg Sandtner
Die Werke von Johann Georg Sandtner gehören zu den prachtvollsten, die in unserer Schlossstadt zu bewundern sind. Sandtner, der am 20. Februar 1780 in Brühl verstarb, stammte gebürtig aus dem Sudetenland und war Kunstschlossermeister am Hofe Clemens Augusts. Er folgte seiner Zeit dem Ruf seines Kurfürsten. Zu seinen bis heute sichtbaren Werken gehören unter anderem die kunstvoll geschmiedeten Treppengeländer und Gittertore des Brühler Schlosses. Als größter Schatz seiner Schaffenskunst allerdings ist die große Laterne im Treppenhaus der Brühler Residenz zu nennen, welche auch heute noch die Besucher in ihren Bann zieht.

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