Jahrgang 2018
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Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)

Vor 60 Jahren
Kinderheim eingeweiht

Haus Ehrenfried ist in Brühl längst Geschichte, nichts mehr erinnert in der Liblarer Straße an das großzügige Areal, auf dem am 7. Dezember 1958 das neue Kreiskinderheim eingeweiht wurde. Es war damals Jakob Sonntag, seit 1926 Leiter des Jugendamtes des Landkreises Köln, der durch seine Initiative das Haus am Brühler Standort möglich gemacht hatte.

Vor 525 Jahren
Klosterkirche geweiht
Der Kölnische Kurfürst Hermann von Hessen nahm am 8. Dezember 1493 höchstpersönlich die Weihe der Brühler Klosterkirche St. Maria von den Engeln vor. Neben dem großen Hauptaltar wurden noch vier Nebenaltäre geweiht. Deren Schutzheilige waren die selige Jungfrau Maria, Elisabeth von Thüringen, der Heilige Franziskus und der Heilige Antonius. Damals noch als schlichte Ordenskirche errichtet und geweiht, wurde das Gotteshaus 1735 unter Kurfürst Clemens August und Baumeister Balthasar Neumann in ein Kleinod des Barocks umgebaut.

Vor 110 Jahren
Neuer Kantor für St. Margareta
Am 20. Dezember 1908 fand in der Brühler Pfarrkirche St. Margareta ein ganz besonderer Wettbewerb statt. Die Stelle des Kantors der größten Brühler Kirche war neu zu besetzen, und so hatte man kurzerhand die Bewerber zum Vergleich geladen. Als Juroren fungierten der bekannte Kirchenmusiker Pfarrer Krabbel, der königliche Seminarmusikdirektor August Wiltberger und sein Sohn Karl Wiltberger. Als Sieger aus dem Wettstreit ging damals Wilhelm Dahm hervor, der lange Jahre an St. Margareta tätig war.

Vor 105 Jahren
Leo Verheugen wird geboren
Der Begründer der heutigen Brühler Bank eG, Leo Verheugen, wurde am 16. Dezember 1913 geboren. Beruflich stellte er sein Streben in den Dienst verschiedener Brühler Genossenschaften: Am 25. November 1950 gründete er mit einigen Einzelhandelskaufleuten eine Teilzahlungsbank unter dem Namen WarenKredit-Genossenschaft für die Landkreise Köln und Bergheim eGmbH, Brühl. Diese nahm am 20. Februar 1951 ihren Geschäftsbetrieb auf. Verheugen war dort bis 1977 alleiniges hauptamtliches Vorstandsmitglied. Am 27. November 1952 trat er wiederum als Mitgründer in Erscheinung und rief die Volksbank für die Landkreise Köln und Bergheim eGmbH ins Leben. Auch dort wurde er in den Vorstand berufen.

Im „freizeitlich-gesellschaftlichen Leben“ in und für Brühl war Leo Verheugen genau so aktiv und wirkte hier 1961 als einer der Gründungsväter des THC Brühl, dessen 1. Vorsitzender er dann auch wurde. Im selben Jahrzehnt war er Fraktionsvorsitzender der FDP im Brühler Stadtrat.

Vor 100 Jahren
Brühl wird besetzt
Am 8. Dezember 1918 wurde Brühl von vorrückenden englischen Truppen besetzt. Es waren damals ungefähr 250 Kavalleristen und 100 Mann Fußtruppen, die in Brühl einzogen. Das Alumnat wurde als Kaserne beschlagnahmt, und das katholische Pfarrhaus als Offiziersmesse. Hier logierten fortan englische Offiziere.

Vor 70 Jahren
Amtsgericht nimmt Arbeit wieder auf
Die Dienstgebäude des Brühler Amtsgerichtes an der Liblarer Straße waren am 28. Dezember 1944 den alliierten Bomben zum Opfer gefallen, und so nahm das Gericht den Dienstbetrieb am 1. Dezember 1948 in der früheren Villa Kamphausen an der Kaiserstraße wieder auf.

Vor 70 Jahren
Leistungsschau des Handwerks
Erstmals nach dem zweiten Weltkrieg wurde im Dezember 1948 in Brühl eine „Große Leistungsschau des Handwerks“ gezeigt. Veranstalter war damals die aus dem Brühler Gesellenvereins hervorgegangene Kolpingsfamilie Brühl 1870.